Hier sind wir schon an der letzten Station… aber was war das? Ist da noch jemand?

Du möchtest mehr erfahren?
Hier sind weitere spannende Fakten zu dieser Station:
Oder hier zum nachlesen…
Und jetzt kommen wir noch einmal auf den Bergbau zurück. Dies ist nämlich ein Förderwagen (Hundt), der früher im Bergbau benutzt wurde. Zwar nicht im Bleiwäscher Bergbau, aber doch in einem anderen Bergwerk.
Leider gibt es aus dem Bleiwäscher Bergbau nur wenige Sachzeugen, wie Eisen, Schlegel, Kratzer. Und die schriftlichen Aufzeichnungen über den Bergbau sind ebenfalls sehr lückenhaft. Oft wurden nur Besitztümer und Rechte dokumentiert, während die Arbeitsbedingungen der Bergleute nicht festgehalten wurden.

Wie sich gezeigt hat ist der Bleierzbergbau von Bleiwäsche mit fast 2000 Jahren nachweislich einer der ältesten in ganz Deutschland. Im Verlauf seiner langen Geschichte gab es neben Erfolgen auch zahlreiche Fehlschläge. Bergbau war und ist stets ein unsicheres Geschäft. Der Bleiwäscher Bergbau bildete hier keine Ausnahme. Trotz allem gingen die Menschen immer wieder das Wagnis ein und bauten unter teils schwierigen Bedingungen Bleierze zuletzt Schwerspat ab. Daher ist es nur richtig, dass den Bleiwäscher Bergleuten für ihre harte Arbeit ein Denkmal gebaut wurde.
Ein Exkurs in den Peak District, England
Wussten Sie schon, dass es im Peak District in Nordengland ganz ähnlichen Bergbau wie in Bleiwäsche gab?
Der Lagerstättenbezirk des Peak District war einer der größten und reichsten in Großbritannien. Bereits in der Bronzezeit wurden Kupfererze abgebaut. Von der Römerzeit bis ins 19. Jahrhundert war dann der Bleierzbergbau der wichtigste Wirtschaftszweig im Peak District. Die Bleierze befinden sich in karbonischen Kalksteinen. Unter Tage sind die Bergwerke eine Kombination von natürlichen Höhlen und durch Menschen angelegte Stollen, Strecken, Schächte und Abbaue. In den letzten 100 Jahren konzentrierte sich der Bergbau im Peak District auf Mineralien wie Baryt, Kalzit und vor allem Flussspat, die früher auf den Halden entsorgt wurden. Noch heute sind die Spuren dieser langen Bergbaugeschichte in der Landschaft deutlich sichtbar.
In diesem Sinne: Ein hERZliches Glück Auf!

